Wer etwas kostbares besitzt, sollte lernen, dieses auch zu beschützen.

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Wer etwas kostbares besitzt, sollte lernen, dieses auch zu beschützen.

Beim Geldanlegen ist es nicht selten wie mit der Liebe. Man investiert in eine Hoffnung. Eine Sicherheit, ob die Vision wirklich erfüllt wird, gibt es jedoch nicht. Nach der ersten Begeisterung, geblendet vom eitel Sonnenschein und Glanz des Neuen folgt oft die Ernüchterung. Dabei hatte alles so toll begonnen: Der vor Optimismus strotzende Liebreiz eines besonderen Menschen kann ähnlich stimulierend wirken wie der wunderbar designte Geschäftsbericht mit einprägsam geschriebenen Prognosen zum künftigen unternehmerischen Erfolg. Im einen wie im anderen Fall setzen die Endorphine ihre beflügelnde Schubkraft frei. Alles wird anders, alles wird besser. Warum also sich aufhalten mit Bedenken, warum sich nicht mit Haut und Haaren hineinstürzen in die neuen Pläne.

 Doch in Wahrheit hat niemand Geschenke zu verteilen und die Ernüchterung folgt auf dem Fuß. Wir leben zwar in sogenannten „postfaktischen“ Zeiten, wo es in öffentlichen Debatten zunehmend um Emotionen statt um harte Tatsachen geht, wie etwa beim Bashing der Automobilindustrie oder im Fall der Klimadiskussion ganz allgemein. Doch sollte man sich keine Sekunde davon blenden lassen. Derzeit scheinen wesentliche Konjunktur- und Aktienindikatoren vor einem reinigenden Gewitter zu stehen. Trotzdem sind die Bewertungen in den Aktienmärkten hoch. Es fehlt schlichtweg an attraktiven Anlagealternativen. Gute Zeiten für Private Equity und Investitionen in vielversprechende Startups.  

Autor: Prof. Dr. Thomas Garms.